Room 2.0

KUNST IN DER WIRKLICHKEIT DER STÄDTE – URAUFFÜHRUNG

Eine Koproduktion von artscenico performing arts mit dem Theater im Depot im Rahmen der Kulturhauptstadtreihe der Stadt Dortmund „My favourite place“ – Interdisziplinäre Performance-Route im Dortmunder Norden – Vom U bis zum Depot

Installationen:  

  1. Eine Bahn-Unterführung, die einen neu errichteten Teil der Stadt, einem modernen Zentrum für Medienkunst und seiner zukunftsweisenden Umgebung mit dem „Problemstadtteil“ im Norden verbindet, wird zur Klammer, die postindustrielle Moderne mit „Kiez“ verbindet.  An einer dunklen Stelle wird eine Installation eingerichtet, die die Wirklichkeit surreal unterbricht,  die sich mit den Live-Geräuschen von Bahnen auf der Brücke und dem fließendem Verkehr darunter mischt.  Performerin: Britta Bayerl – Set: Nadin Meister, Dman
  2. Station zwei findet das Publikum in einem sakralen Raum, der geradezu als Grundbeispiel für einen geschützten Raum steht, in der sich Rückzug auf spirituelle Weise abspielt. Die Paulus-Kirche an der Schützenstraße bietet sich als Kunstraum an, in dem eine Performance als Loop stattfindet. Zu Gast in der Paulus-Kirche sind die Tänzerin Rieke Steierl, eine Installation von Monika Ortmann und als Musiker Dr. Werner Stempel.
  3. Die Route führt weiter zur Kleingartenanlage „Hafenwiese“, die inmitten von Supermarkt, Industriehafen und Wohnhäusern eine Verbindung zu einem Park bildet. Dort werden in Parzelle Nr. 17 Fotoarbeiten in Form eines Buches ausliegen, die die Kleingartenbesitzer vor ihrer Idylle zeigen. Die Fotografen Manuel Schröder (Duisburg) und Jens Sundheim (Dortmund) zeigen einen Zustand, der Glücklichsein vermittelt und mit der Umgebung scheinbar korreliert, andererseits dem  architektonischen Umfeld entgegensteht.  Gast dort ist der Schauspieler Matthias Hecht in seiner Rolle als ehemaliger Versicherungsvertreter, der sich nun voll und ganz dem virtuellen Raum widmet.

THEATER IM DEPOT 

Um 20.00 beginnt die Tanz- und Theaterproduktion „ROOM 2.0“, eine Anordnung von Rauminszenierungen, die sich unterschiedlich erlebt und gelebt in ein und demselben installierten Raum im Raum abspielt.  Ein karg eingerichtetes Einzelzimmer im Irgendwo bietet unterschiedlichen Menschen temporäre Unterkunft, ein zeitlich begrenzter „favourite space“. Schauspieler und TänzerInnen agieren in einer Mischung als Wirklichkeitswerdung virtuellen Lebens und sozialer Wahrheit. Projektionen weisen immer wieder auf die virtuelle Bestimmung des Geschehens hin. Videoeinspielungen der „Außenwelt“ bricht die theatrale Szene im Bühnenbild und verweist auf die nächste.  Die virtuelle Welt des Internets verwischt sich mehr und mehr mit der realen.

Mitwirkende:

  • Matthias Hecht, Hyun Jin, Rieke Steierl, Wienandt-Twins, Photini Meletaidis
  • Raum: Nadin Meister, Technik: Andreas Opitz, Peter Fotheringham, Video & Sound: Dman
  • Computerwelt: Matthias Hecht, Produktionsleitung und choreographische Koordination: Sabina Stücker
  • PR- und Öffentlichkeitsarbeit: Christiana Henke, Inszenierung: Rolf Dennemann
  • Texte u.a. von Matthias Horx, aus Internet-Chats, Peter Sloterdijk, Arthur Miller, Mark Zuckerberg

Wir danken:

  • Piero Spagniolo
  • der Paulus-Kirche
  • Dr. Stempel
  • Agentur arthemis
  • Herrn Schulze von der DB Hagen

Gefördert:

  • vom Landesbüro Freie Kultur
  • dem Land NRW
  • und der Stadt Dortmund
Erstellt am 14.02.2010 von Rolf Dennemann
Kategorie(n): Ruhr 2010 | Schlagwort(e):
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