Hotelzimmer, Büro-, Laden- und Wohnräume, Kirchen, Container u.a. werden zu Räumen aktueller Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit - mittels einer Symbiose bildender und darstellender Kunst. Im Zusammenspiel von Fotografie, Design, Tanz, Schauspiel und Installation werden Orte gebrochener Träume und neuer Hoffnung inszeniert. Es entsteht eine Verknüpfung, Konfrontation und Auseinandersetzung verschiedener Formen der Darstellung innerhalb des jeweiligen sozialen und räumlichen Umfelds.
Wir verfolgen die Erprobung von Formen, die sich der gängigen Rezeptionen entziehen, indem sie Ort und Publikum, sowie Teilnehmer in einem für alle gleichermaßen “kunstfremden” Umfeld versammelt und Erfahrungen fördert, die individuell an eigene Erfahrungswelten appelliert und diese erweitert. Gleichzeitig werden der künstlerische Prozess sichtbar und Hemmschwellen abgebaut.
Aktuelle gesellschaftliche Zustände und Wandlungen sind dafür die Basis, sei es die veränderte Rolle der Werte, seien es die Wahrnehmungswandlungen, verursacht durch immer neue Technologien, oder die kaum wahrnehmbaren subtilen Veränderungen bei und in jedem einzelnen von uns.
Beispiele: Durch die einfache, aber durchaus drastische äußere Manipulation von Menschenabbildern in Form von „weggeworfenen“ Puppen, wie wir sie alle in unserer Sozialisation kennengelernt haben, werden erlebte, aber auch aktuell erinnerte Bilder, Geschehnisse zu Assoziationsketten führen, die jeder für sich einordnet. Je nach Ort agieren die Tänzerinnen und Schauspieler interaktiv auch mit Laien und geben der Installation konkrete Nähe zur Realität, ohne den Alltag eins-zu-eins abzubilden. Der mitwirkende Bürger, als auch das Publikum/die Besucher werden Teil eines Kunstwerkes, ohne künstlich zu agieren.
Die eingesetzten Figuren variieren je nach Ort. Wir haben gefährliche Zwillinge, die harmlos ausschauen, einen schlauen kleinen Jungen, der nur spielen will, eine geheimnisvolle Blondine die schon mal weint, eine tanzende Brünette, die Privatvorstellungen gibt, ein konzertierender Jüngling mit Bass aber ohne Publikum, schaurige Puppen, die alleine sind, weggeworfene Schuhe für alle, aber die keinem passen, streunende Hunde ohne zuhause, Tee für alle, ein Versicherungsvertreter, der unsinnige Versicherungen anbietet und scheitert…
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