SCHWERINDUSTRIE BIN ICH

Deutsch-Polnisches Kooperationsprojekt

Schwerindustrie bin ich setzt sich kritisch mit der entpersonalisierten und institutionalisierten Erinnerungskultur im Ruhrgebiet auseinander. Kernstück der Arbeit sind Aufnahmen von Menschen welche ortsspezifische Geräusche von Kohle- und Stahlarbeitsstätten imitieren. An diesem Projekt nehmen sowohl Zeitzeugen als auch Personengruppen, die keinen direkten Bezug zur Schwerindustrie haben, teil. Ergebnis ist eine Soundcollage aus Aufnahmen deren Quellen die Erinnerung und die Vorstellung sind.

Wydano z finansowym wsparciem Fundacji Współpracy Polsko-Niemieckiej

Herausgegeben mit finanzieller Unterstützung der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit

Mit Hilfe des Förderungsprogramms „Nistplätze“ des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen konnte artscenico e.V. den Polnischen Künstlern Jacek Szczepanek und Malgorzata Chodyna einen Recherchebesuch in Dortmund vom 29.11. bis 05.12.2013 im Ruhrgebiet ermöglichen. Aus den gesammelten Materialien und Erfahrungen haben die beiden Künstler ein Konzept für ein Kooperationsprojekt zur Industriekultur im Ruhrgebiet und in Polen erarbeitet.

Das Projekt unterteilt sich in drei Phasen:

I)                 Aufnahme-Session in Dortmund-Hörde – Deutschland Hausbesuche und öffentliche Aufnahme an der Schlanken Mathilde (August/September 2014)

II)               Aufnahme-Session in Niederschlesien – Polen, anschließend: Sichtung, Auswahl und Bearbeitung des Materials (September)

III)             Öffentliche Präsentation der Ergebnisse im Bürgersaal Dortmund-Hörde (2015) und Experimentelles Konzert mit Musikern aus Deutschland und Polen.

„Weißt du, diese Maschine machte immer ssssssscht … Wuuuuumz!“ (Lachen)

„Wirklich?!“

„Ja, genau so.“

Das Hörder Pilotprojekt wird mit Hilfe polnischer Förderer in Polen und dem Ruhrgebiet präsentiert und durch bereits im Vorfeld gesammeltes Audio-Material aus Polen erweitert. So entsteht ein intereuropäisches Projekt industrieller Kultur, welches das Potential einer längerfristigen Kooperation birgt.

Erstellt am 06.08.2014 von Rolf Dennemann
Kategorie(n): Aktuelles | Schlagwort(e):

Schreibe einen Kommentar