DIE MESSE (Ein Tanz- und Theaterabend)

Wann: Premiere am 27. 05., am 28.05.2016 und am 24.06. um 20.00 Uhr  im Theater im Depot Dortmund – Immermannstraße 29, am 2. und 3.07. um 19.30 Theater Rottstraße5, Bochum

Anmeldung unter 0231/ 9822336 oder per Email: orga@artscenico.de

DIE MESSE ist ein verstörendes und gleichzeitig unterhaltsames Ritual – dunkel, heiß, skurril und himmelhoch erdig. Wir zelebrieren eine surreale Messe, die sich einer klaren Zuordnung verweigert. Das rauschhaft-sinnliche Erlebnis steht im Mittelpunkt dieses Tanz- und Performance-Stücks.  Im Raum entstehen Legenden und Mythen – theatral aufbereitet, liturgisch verfremdet und doch ist hier alles echt: der Mensch, das Licht, die Töne, der Gesang, die Worte, die Bewegungen, der Tanz.

Gesang untermalt das Ritual und wird so zum atmosphärischen Körper, der den Raum zu einer anderen Welt macht, einer Welt, in die wir für 70 Minuten eintauchen, wissend, dass wir ihm nur temporär ausgesetzt sind. Spirituelle Wellness für die einen, taumelnde Hingabe für andere.

Kreation: Rolf Dennemann

Mit u.a. Elisabeth Pleß (Performance), Lim Hyunjin (Tanz), Patricia Bailey (Gesang), Virginia Gomez (Kampfsport), Chor und Messehelfer

MESSE_Proben_2016-05-13_Foto05webIch beschäftige mich seit Jahren mit interdisziplinären Synergien, vor allem zwischen Tanz und Theater. Wie komme ich sinnvoll zu einer Verschmelzung von Formen und Arbeitsweisen? Das ist immer wieder gelungen. Vor allem bei der Produktion „Missing Links“ im letzten Jahr, die mit dem Tänzer und Choreographen Paul Hess und der Schauspielerin Elisabeth Pleß erarbeitet wurde. In diesem Fall wird bei der MESSE ein Stück weiter gegangen, dieses Mal wieder mit Frau Pleß und der Tänzerin Lim Huynjin (auch Folkwang Absolventin). Die Verschmelzungen sind größer. Dies funktioniert vor allem über die Personenzeichnung, die sich in diesen Stücken nicht an Biografien und Rollenforschung festmacht, sondern die Form in den Vordergrund stellt, über die sich Inhalte herstellen. Das künstlerische Miteinander auf der Bühne und darüber hinaus sind die Säulen dieser Produktion. Licht, Musik und Raumatmosphäre stehen gleichberechtigt nebeneinander. Kurz gesagt – es ist eher ein Kunstwerk als ein Stück.

Die Messe soll eine Messe sein, die für einen Theaterraum konzipiert ist. Eindrücke und Assoziationen werden hergestellt und sind nicht automatisch da wie in einer Kirche. Wir erweitern den Tonraum ins Publikum, in dem wir Live-Gesang und einige Instrumente hörbar machen. Die Sängerin Patricia Baley sing eignes dafür ein Schubert Lied ohne Instrumentenbegleitung. Ein weiteres Element im Saal ist eine Kampfsportlerin, die immer wieder ihre Entspannungs- und Kampfübungen einbringt und somit ein anderes atmosphärische Element hinzufügt.

Wir erleben eine Komposition aus Ritualen, die aus verschiedensten Elementen zusammengefügt ist. Im Vordergrund stehen – ob man will oder nicht – die Rituale und sakralen Vorgänge, die wir alle kennen – aus der christlichen Kirche; dennoch sind Elemente vieler anderen Religionen und Kulte berücksichtigt. Wir denken dass wir einen tief gehenden unterhaltsamen Abend präsentieren.“ Rolf Dennemann

 

 

 

Erstellt am 22.05.2016 von Rolf Dennemann
Kategorie(n): Aktuelles | Schlagwort(e):

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